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Renate schrieb am 07.06.2021 - 20:00 Uhr
Guten Abend,
heute habe ich erstmals von der Penzberger Mordnacht gehört und bin schockiert. Dunkelnacht ist eine Novelle von Kirsten Boie und bei meinen Nachforschungen bin ich zum Glück auf Ihre Seite gestoßen. Diese große Zahl an zusätzlichen Informationen, mein höchster Respekt gebührt Ihnen.
Ich frage mich, ob es in Penzberg zu einem friedlichen Miteinander gekommen ist und die Opferfamilien ihren Schmerz überwinden konnten.
Ihnen alles Gute
Wilfried schrieb am 28.05.2021 - 21:12 Uhr
Hallo -
ja --- seit meiner Kindheit begleiten mich die schrecklichen, abscheulichen Dinge, die mit dem Nationalsozialismus des dritten Reiches zu tun haben.
Ich hatte --- im Gegensatz zu vielen Verdrängern - in meiner Schulzeit einen Lehrer, der das Thema 2.Weltkrieg sowie den Holocaust ausführlich im Geschichtsunterreicht behandelt hat.
In meiner Familie fand ich eigentlich das ganze Spektrum ( Opfer, Täter, u. auch Widerständler ). Ein Großvater war Anhänger der Nazis, der andere war im Widerstand. Er war im Saarland als Schlosser im Bergbau beschäftigt - gehörte wohl auch der KPD an und verteilte mit gleichgesinnten Nachts Flugblätter - ebenfalls weigerte er sich auch in die NSDAP einzutreten. Das hatte zur Folge, daß man im Jahre 1938 bereits in einer Nacht u Nebel Aktion die gesamte Familie aus der Werkswohnung rausgejagt hat.
Wahrscheinlich hatte der Wohnungswechsel nach Hessen im Jahre 1940 zur Folge, daß ihm und seine Familie weiteres an Scheußlichkeiten der Nazis erspart geblieben ist.
Mein Vater hatte das Glück, weil durch Kinderlähmung ungeeignet, nicht zum Wehrdienst eingezogen zu werden. Mein Onkel ist aber noch zum Kriegsende mit 18 Jahren ( 25.1.1945 ) an der Westfront gefallen. Meine Tante Hilde litt unter Depressionen, ihr Mann fiel in Russland, sie stand dann mit 2 Kinder allein da. Sie wurde eingeliefert und von den NAZIS in der Anstalt Haddamar umgebracht. Man hat sie dort verhungern lassen.(Diagnose Lungenentzündung ). Ebenfalls im letzten Kriegsjahr verloren meine Eltern ihr erstes Kind durch die in dierser Zeit schlechte medizinische Versorgung.
Ich habe jetzt unter alten Familienfotos eines gefunden, welches mich veranlasst hat Recherchen aufzunehmen. Es geht dabei um die Cousine meines Vaters in Hannover ( verstorben 2001). Ihr Name ist Margot Engelke geb. Schmauch --- sie war verheiratet mit dem Großkaufmann Friedrich Engelke (Wollgroßhändler). von diesem wusste ich von meinen Eltern, daß er bei der SS als Obersturmbannführer in Paris stationiert war. Er soll dort in der Aussenstelle des Reichswirtschaftsministerium tätig gewesen sein. Es gibt lt meiner Recherchen aber auch sehr widersprüchliche Informationen die besagen daß er im Oktober 1944 in das KZ Dachau als Untersuchungshäftling verbracht wurde.
Ebenfalls steht er auf der Liste der Häftlinge, die als Himmlers SS Geiseln am 24.4.1945 mit einem Transport nach Tirol (Niederdorf) ins Pustatal verbracht wurde. Diese bestätigt er sogar in einem Protokoll der Kriminalpolizei, die ihn zum FAll Georg Elser bezüglich der Beihilfe des Mordes von Edgar Stiller befragt wurde. Dieser Edgar Stiller leitete auch den Transport nach Tirol. Friedrich Engelke ist 1981 in Hannover gestorben. In Berichten heisst es, daß er dort mit seiner Frau Margot sehr sozial engagiert gewesen sein soll. Dazu gehört der Neustädter Brunnen in Hannover und eine Kirchturmuhr. Margot Engelke hat der Stadt Hannover nach ihrem Tode ihr Erbe für ein Altenzentrum gestiftet. Meine Bitte wäre: hat hierzu jemand noch Informationen die für mich ein klareres Bild dieser Biographie ergeben.
Lb. Dank Wilfried
CJ Miller schrieb am 21.05.2021 - 05:06 Uhr
Ich bin Kanadier und schreibe ein Forschungsprojekt. Diese Seite ist ja eine hochwertige Quelle. Danke, und weiterso! HH!
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Christin schrieb am 19.05.2021 - 01:10 Uhr
Sehr Geehrter,

geriet by accident auf Ihre Homepage,
war erst einmal geflasht und geschockt zugleich.
Das ist absoluter Wahnsinn, das muss doch JAHRE gedauert haben,
Ihre sicher sorgfältig recherchierten, gesammelten Werke, eine Datenbank der
Aufklärung und zugleich auch des manifestierten Grauens, dafür fehlt es hier noch an Heulies.

I will come back, um mehr davon zu lesen, benötige jedoch erst einmal eine AUS-Zeit zum Verarbeiten - Smiley


Alles Gute und bleiben Sie widerstandsfähig - Danke für Ihre unfassbare Mühe - wünsche Ihnen weiterhin so viel Power!
Waldi schrieb am 09.05.2021 - 17:57 Uhr
Guten Tag,
natürlich haben die Nazis den Krieg angefangen und Völkemord an den Juden begangen.
Aber wie viele Menschen hat Stalin umgebracht? Meine Mutter erlebte die (Befreiung) 1945 in Ostropa/Gleiwitz, fast jeder zweite Frau wurde vergewaltigt.Väter die Ihrer Tochter schützen wolten wurden erschossen (Magiera).
Die Russen haben die meinsten Verwundeten erschossen, mein Opa musste zu Zwangsarbeit nach Russland.Der Bruder von meinen Opa wurde nach Russland gebracht und umgebracht (obwohl er Feldpriester war).
Aber keine von den Einsatzgruppenleiter die, die Menschen massenweise umgebracht haben bekamm die Todesstrafe und die Verurteilten wurden kammen nach 2-5 Jahren wieder frei.
Die höchsten SS Oberstgruppenführer bekammen auch nicht die Todesstrafe.
Auch ich dürfte 16 Jahre lang den Kommunismus in Polen genißen und wenn ich heute die Linken Demos sehe bekomme ich Angst.
Peter Hellmold schrieb am 09.05.2021 - 09:53 Uhr
Lieber Reinhard Tenhumberg, vielen herzlichen Dank für dieses Dein so umfangreiches und vor allem wertvolles Unternehmen. Ich bin 1954 geboren, hatte im frühen Kindesalter ein Schlüsselerlebnis, als ich zufällig einen Radiospot über einen SS-Kindesmörder aufschnappte, beschäftige mich seitdem mit dem grössten Menschheitsverbrechen, das je stattgehabt hat, seit es organisches Leben auf dieser Erde gibt, kann deshalb in Deutschland nicht mehr leben, weil ich paranoid würde und beschloss dem materiellen Leben weitgehend zu entsagen, Medizin zu studieren und sehe seitdem, seit 1983 und dann endgültig seit 1987, meine Lebenserfüllung im Einsatz für arme Menschen im ländlichen Afrika. So wie Du Deines in Deutschland, so habe ich mein Engagement hier gefunden. Es ist gut zu wissen, dass es noch weitere Menschen gibt, die nicht nur betroffen sind von dem gigantischen Völkermord, den das deutsche Volk begangen hat, von dem die meisten selbstverständlich weder etwas geahnt noch gesehen haben!, sondern Menschen, für die diese Erfahrung oder, soweit nachgeboren, die Kenntnis darüber Konsequenzen für ihr Leben hat, beispielsweise in der Kreation einer solchen Website. Nochmals danke! Peter Hellmold, Lugala Hospital, POB 11, Malinyi via Ifakara, Tansania
Karl Heinz Nagel schrieb am 03.05.2021 - 08:04 Uhr
Ich wurde im März 1945 in Oberhohenelbe CSSR unehelich geboren von der Ludmilla Koverova, Oberhohenelbe 167 (Forstverwaltung) und dem Franz Rupnow geboren, der sich noch vor nmeiner Geburt absetzte. Bei langwierigen Recherchen stellte ich über Dokumente fest, dass dieser in dem KZ Aussenlager Oberhohenelbe für die Überwachung der Produktion von Radioröhren durch jüdische Zwangsarbeiterinnen für die Firma Lorenz, Berlin, zuständigt war. Glechzeitig recherchierte ich auch, dass Rupnow Kommunist, im Widerstand und Mitglieder der Roten Kapelle war und Kontakte zu Manfred Graf Czernien zun Chudenitz hielt, der für die englische Luftwaffe gegen die Nazis kämpfte. Bis heute verstehe ich die Zusammenhänge nicht.
Jonas Moses Lanter schrieb am 02.05.2021 - 20:59 Uhr
Geschätzte Community

Ich suche Informationen wie Briefe, Dokumente und Aussagen über die Zeit der verbrecherischen Zeit des Nationalsozialismus. Dies umfasst alle Schicksale der Menschen, die darunter leiden oder litten.

Die Aussagen, Unterlagen dienen einer Veröffentlichung dieser vielen Schicksale.

Herzlichsten Dank
Jonas M Lanter, Journalist IFJ
Zürich im Mai 2021
J.Sonntag schrieb am 01.05.2021 - 08:38 Uhr
Ich suche nach den Worten.
Mein Vater war damals grad 18 und er sprach sich damals offen gegen die Nazis aus.
Das war ein großer Fehler. Eines Abends holte ihn die Gestapo ab und brachte ihn in ein KZ. Dort wurde er gefoltert und nach einem halbem Jahr in eine Pionier-Strafkompanie entlassen.
Und ....er hat dann nie wieder etwas gegen die Nazis gesagt.
Später habe ich seine Brandnarben der Folterung und auch seine verheilten Schussverletzungen der Pionierzeit gesehen.
Ich hätte da dann wohl auch den Mund gehalten ! Und da von einer Allgemeinschuld aller Deutschen zu reden finde ich unfair.
Sinner schrieb am 23.04.2021 - 14:21 Uhr
Es tut mir so unendlich leid. Hätte ich eher erfahren, was mich großzog, ich wäre in die israelische Armee eingetreten, um wengstens mein Leben als Art Gutmachen zu geben. Es tut mir so Leid. Ich habe aber das innere Gefühl, dass diese Seelen nicht vergangen sind. Das ist Glaube - der ist letzlich Alles

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